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HELGA NTEPHE TERMINE
2016
             
    • Fundstücke Assoziationen • deutsch LAND • Zeichen : Spuren : Abstraktionen
    • Poesie des Alltäglichen zwischen WELTEN • BERLIN - BERLIN • Die Schönheiten der Strasse
             
             
             
             
 
   
Nach meiner Suche in fernen Ländern
das Paradies zu finden, kam ich 2001
das erste Mal nach Schwalenberg
(Südostlippe). Irgendwie auch hier
„fern der Welt“, fand ich mich völlig
unerwartet zwischen Motiven deutscher
Romantik wieder, die mir bisher nur in
Gemäldegalerien begegnet waren.

Diese eigentümliche Stille, Theater-
himmel-Sonnenuntergänge, in golde-
nes Licht getauchte Augustabend
-Wiesen; aber auch das unüberseh-
bar Morbide, Verlassene, Verfallende
einer längst vergangenen Zeit
deutscher Geschichte, die in den ur-
alten Häusern Spuren hinterlassen hat
- unwiederbringlich - aber auch heute
noch deutlich spürbar.

Ich sammelte Felder, abgeerntet, oder
kurz vor der Ernte, mit gespenstisch
wirkenden silbrig-papiernen Rispen;
eine Scheune, in deren Fachwerk die
christliche Symbolik von streng gläu-
bigen Gutsbesitzern eingearbeitet wur-
de und lernte von Jahr zu Jahr mehr
über die Mythen dieses eigenartigen
Landes, mit seiner verschlossenen Ver-
schwiegenheit und seinen kafkaesken
Momenten von Begegnungen, die ich in
dieser Intensität hier, mitten in
Deutschland, nicht erwartet hätte.

JULILAND war mein erster Versuch,
mich dem „deutschen Land“ zu nähern.
Noch leicht unscharf, noch suchend
nach einer zeitgemäßen Umsetzung,
die dem Aufgespürten, Vorgefundenen
gerecht wird.
 
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JULILAND | 20062007
zwölfteilige Sequenz | jeweils 50 x 53,2 cm Editionen: digital pigmentprint, 1 + 2 a.p.
C-print, 1

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